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So bereitest du die IT-Infrastruktur auf den geschäftlichen Einsatz von VR vor

Jörn Walter Veröffentlicht 4 Min. Lesezeit Allgemein

So bereitest du die IT-Infrastruktur auf den geschäftlichen Einsatz von VR vorhttps://ogy.de/2yhy

Virtual Reality wird in Unternehmen immer häufiger praktisch eingesetzt. Zum Beispiel für Schulungen oder Präsentationen. Auch in der Produktentwicklung und bei anderen Anwendungen, bei denen ein normaler Monitor nicht immer ausreicht, wird VR interessanter. Wenn du VR in einem Unternehmen einsetzen möchtest, sollte deshalb auch die Technik im Hintergrund stimmen. Dazu gehören unter anderem das Headset, das Netzwerk, die Geräteverwaltung und die Software. Alles sollte zu der Art passen, wie VR später tatsächlich genutzt wird.

Zuerst das Netzwerk prüfen

Eine gute Netzwerkverbindung ist wichtig, wenn VR-Headsets regelmäßig online arbeiten oder sich mit anderen Systemen verbinden. Vor allem dann, wenn mehrere Geräte gleichzeitig genutzt werden, kann eine schwache WLAN-Verbindung schnell Probleme verursachen.

Deshalb lohnt es sich, vorher zu prüfen, wie gut die Netzabdeckung an den Orten ist, an denen die Headsets verwendet werden. Vielleicht soll die Verbindung zum Beispiel im Schulungsraum besonders stabil sein. Auch größere Software-Updates oder das gleichzeitige Herunterladen von VR-Inhalten solltest du berücksichtigen.

Nicht jede Anwendung stellt dabei die gleichen Anforderungen. Eine Standalone-Schulung kann zum Beispiel lokal auf dem Gerät laufen. Bei der Zusammenarbeit über verschiedene Standorte hinweg ist eine stabile Verbindung dagegen besonders wichtig.

Hardware wählen, die zum Einsatz passt

Nicht jedes VR-Headset funktioniert auf die gleiche Weise. Es gibt zum Beispiel Standalone-Headsets und Modelle, die einen leistungsstarken PC benötigen. Standalone-Geräte kommen ohne zusätzliche Hardware aus, während PC-VR-Headsets auf einen geeigneten Computer angewiesen sind.

Bei der Auswahl einer VR Brille für Unternehmen solltest du deshalb zuerst klären, wofür sie eingesetzt werden soll. Für Schulungen an unterschiedlichen Standorten kann ein Standalone-Modell praktisch sein, weil kein zusätzlicher PC benötigt wird. Bei Anwendungen mit sehr aufwendigen 3D-Inhalten kann eine PC-VR-Lösung dagegen besser geeignet sein.

Auch die Verwaltung mehrerer Geräte sollte eine Rolle spielen. Das wird vor allem dann wichtig, wenn im Unternehmen mehrere Headsets gleichzeitig eingesetzt werden sollen.

Verwaltung und Sicherheit früh mitdenken

Ein VR-Headset ist im Grunde ein eigenständiges Gerät innerhalb der IT-Umgebung. Deshalb solltest du ähnliche Fragen stellen wie bei Laptops, Tablets oder Smartphones. Wer darf das Gerät verwenden? Welche Apps dürfen installiert sein? Und was passiert, wenn ein Headset außerhalb des Unternehmens genutzt wird?

Bei einem kleinen Pilotprojekt lässt sich vieles noch manuell regeln. Sobald jedoch mehrere oder sogar Dutzende Geräte zum Einsatz kommen, wird eine zentrale Verwaltung deutlich wichtiger. Updates, Anwendungen und Einstellungen sollten dann möglichst von einer Stelle aus gesteuert werden können.

Auch Benutzerkonten verdienen Aufmerksamkeit. Einige Business-Headsets sind so ausgelegt, dass sie ohne ein persönliches Nutzerkonto verwendet werden können. Das kann für Unternehmen praktisch sein, weil sich die Geräte dadurch leichter zwischen verschiedenen Mitarbeitern teilen lassen.

Darauf achten, dass die Software passt

Das Headset selbst ist nur ein Teil der Lösung. Am Ende entscheidet vor allem die Software darüber, was Mitarbeiter damit tatsächlich machen können. Typische Anwendungen sind zum Beispiel Unternehmenspräsentationen, Produktentwicklung oder Mitarbeiterschulungen.

Deshalb solltest du vorher prüfen, wie gut die gewählte VR-Software mit den vorhandenen Systemen zusammenarbeitet. Bei Schulungen kann es zum Beispiel sinnvoll sein, Ergebnisse mit einem LMS zu verknüpfen. In der Produktentwicklung kann dagegen die Anbindung an 3D-Software wichtiger sein.

Updates solltest du außerdem zuerst auf einer kleinen Zahl von Geräten testen. Eine neue Version einer VR-App kann die Bedienung oder die Leistung verändern.

Verantwortung für den täglichen Betrieb festlegen

Lege vorher fest, wer die Geräte einrichtet, wer bei Problemen hilft und wer neue Software verteilt. Auch ein Ersatzgerät kann sinnvoll sein, wenn VR fester Bestandteil von Schulungen oder Kundenpräsentationen ist, die nicht einfach verschoben werden können.

Wenn du diese Aufgaben von Anfang an klar verteilst, lässt sich VR später deutlich leichter erweitern. Die technische Infrastruktur muss dabei nicht komplizierter sein als nötig. Wichtig ist vor allem, dass Netzwerk, Hardware, Software und Verwaltung gut zusammenpassen.

Porträt Jörn Walter

Jörn Walter

Inhaber von IT-Service Walter in Euskirchen, betreut Windows-Umgebungen von Unternehmen und entwickelt die ISW-ADTools.

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