Stellar Data Recovery im Praxistest: Kaputte Fotos repariert und eine verlorene Partition gerettet
Ich habe beruflich jeden Tag mit Servern, Backups und Wiederherstellung zu tun. Trotzdem stand ich vor Kurzem selbst da: eine Partition, die Windows nicht mehr öffnen wollte, und ein Stapel Fotos, die sich nur noch als graue Fläche oder gar nicht mehr anzeigen ließen. Hier ist mein Bericht, wie ich beides mit Stellar Data Recovery für Windows wieder hinbekommen habe.
Die Ausgangslage
Auf einer Datenfestplatte war eine Partition plötzlich nicht mehr erreichbar. Der Laufwerksbuchstabe tauchte zwar noch auf, aber beim Öffnen kam nur die Meldung, dass auf das Laufwerk nicht zugegriffen werden kann. Darauf lagen Dateien, die ich nicht doppelt gesichert hatte. Ja, ausgerechnet ich. Wer im Glashaus sitzt.
Dazu kam ein zweites Problem: Ein Teil meiner Fotos war beschädigt. Manche Bilder öffneten sich nur halb, andere zeigten bunte Streifen, und bei einigen meldete die Fotoanzeige nur noch, dass das Format nicht unterstützt wird.
Erst schauen, dann kaufen
Bevor ich Geld ausgegeben habe, wollte ich wissen, ob überhaupt noch etwas zu holen ist. Also habe ich zuerst nur gescannt und mir die Vorschau angesehen. Erst als klar war, dass die Dateien noch da sind, habe ich eine Lizenz gekauft. Das würde ich jedem so empfehlen.
Wichtig beim Kauf: Nicht jede Ausgabe kann alles. Ich brauchte sowohl die Rettung der Partition als auch die Reparatur der Fotos. Das sollte man vorher genau prüfen, sonst steht man nach dem Kauf mit der falschen Version da.
Teil 1: Dateien von der nicht zugänglichen Partition retten
Installiert habe ich das Programm auf dem Systemlaufwerk, nicht auf der betroffenen Platte. Danach bin ich so vorgegangen:
- Ausgewählt, welche Dateitypen gesucht werden sollen. Ich habe alles angehakt. Das kostet etwas Zeit, aber man übersieht nichts.
- Die betroffene Partition als Ziel gewählt.
- Den gründlichen Scan gestartet. Der schnelle Durchlauf hat bei mir nur einen Teil gefunden. Erst die gründliche Suche hat die Ordnerstruktur weitgehend wieder zusammengebracht.
- In der Vorschau stichprobenartig geprüft, ob die Dateien wirklich lesbar sind.
- Wiederhergestellt, und zwar auf eine andere Festplatte.
Der gründliche Scan hat eine ganze Weile gedauert. Das sollte man einplanen und den Rechner in der Zeit einfach in Ruhe lassen. Am Ende stand eine Baumansicht mit meinen alten Ordnern da, und die Vorschau zeigte, dass die Dateien intakt waren. Das war der Moment, in dem ich zum ersten Mal an diesem Tag durchgeatmet habe.
Teil 2: Beschädigte Fotos reparieren
Für die Fotos gibt es einen eigenen Bereich. Ich habe die beschädigten Bilder (leider nur jpg) hinzugefügt, die Reparatur gestartet und mir danach die Ergebnisse angesehen. Gespeichert habe ich die reparierten Fassungen in einen eigenen Ordner, die Originale habe ich nicht angefasst. Wenn etwas schiefgeht, hat man so immer noch den Ausgangszustand.
Bei mir ließ sich der Großteil der Bilder wieder öffnen, und zwar so, wie sie aussehen sollten. Man muss aber realistisch bleiben: Wo die Bilddaten selbst zerstört sind, kann keine Software etwas herbeizaubern. Dann bleibt im besten Fall ein Teil des Bildes übrig.
Was mir gefallen hat und was nicht
| Gut | Weniger gut |
|---|---|
| Bedienung auch ohne Vorwissen verständlich | Der gründliche Scan braucht bei großen Laufwerken viel Zeit |
| Vorschau zeigt vor dem Kauf, ob sich die Rettung lohnt | Man muss vorher genau prüfen, welche Ausgabe man braucht |
| Partitionsrettung und Fotoreparatur in einem Programm | Wo die Ordnerstruktur fehlt, sind die Dateinamen teils nichtssagend |
| Originale bleiben bei der Reparatur unverändert | Nicht jedes Bild war noch zu retten |
Fallstricke, die ich anderen ersparen möchte
- Nie auf das Quelllaufwerk wiederherstellen. Das ist der häufigste Fehler und macht die Rettung im schlimmsten Fall unmöglich.
- Bei mechanischen Geräuschen sofort aufhören. Klackert oder schleift die Platte, hilft keine Software mehr. Dann gehört sie ins Labor, und jeder weitere Versuch macht es schlimmer.
- BitLocker-Laufwerke vorher entsperren. Ohne Wiederherstellungsschlüssel kommt man an verschlüsselte Daten nicht heran. Den Schlüssel also bereithalten.
- Bei SSDs schnell sein. Durch TRIM sind gelöschte Daten auf SSDs oft schon kurz danach endgültig weg. Bei klassischen Festplatten sind die Chancen deutlich besser.
Fazit
Stellar Data Recovery hat mir in einer Situation geholfen, in der ich die Daten eigentlich schon abgeschrieben hatte. Die Partition war wieder lesbar, die meisten Fotos wieder ansehbar, und das ohne Datenrettungslabor. Für mich hat sich der Kauf gelohnt.
Positiv überrascht hat mich auch der Support. Bei der Reparatur der Bilder hatte ich eine Frage und habe dafür den Online-Chat genutzt. Die Antwort kam schnell, war verständlich und hat mir direkt weitergeholfen. Bei vielen Softwareherstellern ist das leider keine Selbstverständlichkeit.
Eine Datenrettungssoftware ersetzt aber kein Backup. Die eigentliche Lehre aus der Geschichte ist bei mir angekommen: Die Daten liegen inzwischen an zwei weiteren Orten, einer davon außer Haus.
ISW-ADTools – Admin- und Compliance-Software – Werkzeuge für Windows-Administration, Sicherheit und Nachweise im Unternehmen
Grundlage: eigener Einsatz von Stellar Data Recovery für Windows.

