Die eigene Visitenkarte entsteht bei vielen Selbstständigen am selben Rechner, an dem auch der Rest des Geschäfts läuft. Name, Kontaktdaten und Domain landen neben dem Logo im Grafikprogramm, die Farben kommen als Hexwerte aus dem Styleguide. Am Bildschirm wirkt das Ergebnis sauber, auch die weiße Schrift auf dunklem Grund oder das helle Logo in der Ecke. Ob der Entwurf auf Papier genauso funktioniert, zeigt sich aber erst beim Druck. Auf edlen Materialien wie Metallicpapier kann das zur unangenehmen Überraschung werden. Mit einer fehlerhaften Druckdatei hat das nichts zu tun. Es liegt am grundlegenden Unterschied zwischen Monitor und Papier. Wer Netzwerkfehler eingrenzt, kennt dieses Muster. Auch hier sitzt die Ursache eine Schicht tiefer als das sichtbare Symptom.
Warum Weiß im Vierfarbdruck nicht gedruckt wird
Ein Monitor arbeitet mit RGB und mischt rotes, grünes und blaues Licht. Leuchten alle drei Kanäle voll, sehen Sie Weiß, im Styleguide also den Hexwert #FFFFFF. Im Vierfarbdruck läuft es andersherum. Die Druckmaschine trägt Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz auf. Eine Druckfarbe Weiß kennt dieses System nicht. Weiß entsteht an den Stellen, an denen keine Farbe landet und das Papier frei bleibt. Auf einem weißen Bogen bemerkt das niemand. Ist der Bogen selbst golden oder silbern, bleibt an dieser Stelle eben Gold oder Silber stehen. Passend dazu weist HelloPrint bei den Metallic-Visitenkarten in Gold, Silber und Weiß ausdrücklich darauf hin, dass mit dieser Option kein Weiß gedruckt werden kann. Derselbe Hinweis steht bei den chlorfreien Materialien.
Worauf Sie bei der Bestellung achten sollten
Wer als Selbstständiger online etwa 250 Visitenkarten in guter Qualität drucken lassen möchte, kann das bei HelloPrint erledigen. Klassische Visitenkarten führt der Shop ab einer Menge von 50 Stück, eine Auflage von 250 Exemplaren liegt also klar über der Mindestmenge. Planen Sie Ihre Visitenkarten bei HelloPrint auf Metallicpapier, lohnt es sich, die Druckdatei vorher so gründlich durchzugehen wie eine Konfiguration vor dem Rollout. Suchen Sie gezielt nach weißer Schrift, weißen Flächen und weißen Linien im Logo, denn diese Elemente müssen für diesen Untergrund umgestaltet werden. Besonders betroffen sind Logos, die nur als weiße Negativversion für dunkle Hintergründe vorliegen. Auf der Karte steht später übrigens auch Ihre Domain. Falls diese noch nicht feststeht, finden Sie hier im Blog Hinweise zur Namensfindung und Registrierung einer Domain.
Welche Papierstärke und Veredelung hochwertig wirken
Neben der Farbe bestimmt die Haptik, wie hochwertig eine Visitenkarte wirkt. Die Grammatur beschreibt das Gewicht des Papiers pro Quadratmeter, und ein höherer Wert fühlt sich in der Hand in der Regel stabiler an. Am kräftigsten fallen die Luxuskarten des Anbieters aus, die aus drei Lagen bestehen und auf 810 g/m² kommen. Der zweite Hebel ist die Veredelung. Spotlack oder eine Goldprägung heben einzelne Elemente wie das Logo hervor und werten die Karte auf. Für die Frage, ob ein weißes Logo sichtbar bleibt, ist trotzdem das Material entscheidend.
Für die Bestellung ergibt sich daraus eine klare Reihenfolge. Selbstständige mit hellem Logo kontrollieren ihren Entwurf bei HelloPrint auf weiße Elemente, bevor sie ein Material auswählen, denn auf Metallicpapier und auf chlorfreiem Papier druckt der Anbieter kein Weiß. Steckt Weiß im Design, wählen Sie ein anderes Material oder passen das Logo an, bevor Sie die Bestellung abschicken
