Virtual Reality und Mixed Reality: Wie können Windows-User die neuen Möglichkeiten des Gamings entdecken?

Virtual Reality und Mixed Reality

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Die Technologien und Plattformen für immersive Anwendungen entwickeln sich stetig weiter. Nach dem angekündigten Ende von Windows Mixed Reality stellt sich für viele Windows-Nutzer die Frage, welche Alternativen es gibt.

Die Anforderungen an entsprechende Systeme verändern sich sowohl beim Spielen als auch bei der Arbeit und in der Entwicklung. Welche Systeme sind heute sinnvoll nutzbar? Wie gestaltet sich der Umstieg? Und welche technischen Herausforderungen sind wirklich entscheidend?

Die Unterschiede zwischen Virtual, Mixed und Augmented Reality

Virtual Reality taucht den Nutzer komplett in eine digitale Umgebung ein und wird vor allem im Gaming oft eingesetzt. Mixed Reality geht weiter, indem virtuelle Inhalte interaktiv in die sichtbare Realität eingebettet werden, etwa durch moderne Headsets mit Passthrough-Technologie. Augmented Reality hingegen ergänzt die echte Umgebung lediglich um digitale Informationen, gängig auf Smartphones oder per Smartglasses. Unter Windows war über Jahre Windows Mixed Reality die zentrale Plattform, doch inzwischen setzen viele Nutzer auf Alternativen wie SteamVR oder Meta Quest.

Gerade in regulierten Bereichen wie Online-Casinos ist der technische Fortschritt in Deutschland jedoch oft begrenzt. Währenddessen können Anbieter aus dem Ausland ohne LUGAS viel schneller neue Formate implementieren und beispielsweise Virtual Reality in ihrem Angebot integrieren. Wer tiefer einsteigen möchte, kann hier weiterlesen und sich noch nöhe mit der Thematik beschäftigen.

Hintergrund und Folgen des Abschieds von Windows Mixed Reality

Microsoft hat angekündigt, den Support für Windows Mixed Reality einzustellen. Für private Nutzer endet der offizielle Support am 1. November 2026. Geschäftskunden haben ein weiteres Jahr Zeit, bevor zentrale Funktionen abgeschaltet werden. Wer Dienste wie die WMR-App, SteamVR Bridge oder die integrierte Spracherkennung weiterhin nutzen möchte, ist dann auf eine Windows-Version bis maximal 23H2 angewiesen. Ab Windows-Versionen, die danach erscheinen, fehlen die nötigen Treiber vollständig.

Damit sind zahlreiche Headsets, darunter auch Modelle wie die HP Reverb G2, künftig nicht mehr einsatzfähig, da sie keine Verbindung zum System aufbauen können oder in einen inkompatiblen Modus wechseln. Auch Funktionen wie die Mixed-Reality-App, Defender Application Guard für Microsoft Edge, ältere Konsolen-Modi sowie die systemeigene Spracherkennung von Windows werden abgekündigt. Durch das Fehlen neuer Treiber und Updates ist ein Weiterbetrieb mit neueren Windows-Versionen ausgeschlossen.

Die Entscheidung seitens Microsoft kommt nicht überraschend. Die Nachfrage nach Windows Mixed Reality war zuletzt zu gering, selbst im Gaming-Bereich blieben die Nutzerzahlen hinter den Erwartungen. Internen Angaben zufolge konnte die Plattform wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll weitergeführt werden.

Alternative Plattformen für VR und MR unter Windows sind SteamVR, Meta Quest und OpenXR

Wer auch nach dem Wegfall von Windows Mixed Reality noch mit VR-Brille am Windows-PC unterwegs sein will, für den bleibt SteamVR die erste Wahl. Die Plattform ist unter Windows weiterhin stark vertreten und bietet mit Games wie Half-Life: Alyx, Beat Saber oder Lone Echo eine breite Auswahl aktueller Titel. Unterstützt werden viele Headsets wie die Valve Index, HTC Vive oder auch die Meta Quest, wenn sie per Link-Verbindung genutzt wird.

Eine zentrale Rolle für die Zukunft spielt OpenXR. Dabei handelt es sich um ein plattformübergreifendes API-Framework, das die Abstimmung zwischen unterschiedlicher Hardware und Windows-Software vereinfacht. OpenXR sorgt für einheitliche Standards und Kompatibilität, sodass auch Headsets ohne native WMR-Anbindung problemlos auf einem Windows-PC eingesetzt werden können. Entwickelt wird das Ganze von der Khronos Group, die bereits bei anderen Grafik- und 3D-Standards beteiligt war.

Mit der Meta Quest 3 und Quest 3S kommt ein spannendes Feature hinzu. Über Mixed Reality Link lässt sich der Windows-Desktop drahtlos in die virtuelle Umgebung holen. Dabei werden bis zu drei Monitore inklusive Maus und Tastatur direkt in die Mixed-Reality-Ansicht und ganz ohne Kabel integriert. Die Übertragung läuft per WLAN, was sich besonders gut für Homeoffice-Nutzung oder Entwickler eignet, die ihre Windows-Tools interaktiv in VR nutzen möchten.

Windows Mixed Reality einrichten, verwenden oder ersetzen

Wer mit Windows weiter in virtuelle Welten eintauchen will, braucht jetzt einen klaren Fahrplan. Die beiden Alternativen SteamVR und OpenXR lassen sich direkt über die Plattform Steam installieren. Nach dem Setup folgt die Kalibrierung des Systems über SteamVR. Dabei werden Raumgröße, Steuerung und verwendetes Headset aufeinander abgestimmt. Kompatibel sind Headsets wie die Valve Index, HTC Vive sowie Meta-Brillen, die per Oculus-Link oder ähnlicher Verbindung mit dem PC arbeiten.

Bei der Quest-Serie müssen Nutzer komplett umdenken. Statt der alten Windows Mixed Reality App arbeitet das System hier über Remote Desktop und den Mixed Reality Link. Beides sorgt dafür, dass der Windows-Desktop inklusive Maus, Tastatur und mehreren Monitoren direkt in der VR-Welt erscheint. Vorausgesetzt wird allerdings ein leistungsfähiges WLAN im 5-GHz- oder 6-GHz-Bereich sowie die aktuelle Firmware.

Optimale Performance für VR- und MR-Erlebnisse unter Windows

Damit das VR-Erlebnis ruckelfrei läuft und Anwendungen rund um MR-Technik nicht zur Geduldsprobe werden, braucht es gewisse Systemvoraussetzungen. Wer einfache Anwendungen testen oder erste Schritte in OpenXR unternehmen will, kommt mit einem Basis-Setup aus. Ein Intel i5 der 7. Generation, integrierte Intel HD 620, 8 GB DDR3 im Dual-Channel-Modus und HDMI 1.4 reichen für den Anfang. Anspruchsvolle Inhalte oder schnelle Szenenwechsel stoßen damit allerdings rasch an Grenzen.

Für eine spürbare Steigerung der Performance reicht oft schon ein PC im sogenannten Ultra-Tier. Ein Intel i5 ab der vierten Generation oder ein AMD Ryzen 5 1400 zusammen mit einer GTX 1060 oder einer RX 570 liefern genug Grafikleistung, besonders für flüssiges Spielen unter SteamVR oder die Arbeit mit OpenXR-Apps. Auch 8 GB RAM und moderne Anschlüsse wie HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.2 machen den Unterschied, wenn es um stabile Bildraten geht.

Geht es um intensives Gaming-Erlebnis oder professionelle Anwendungen, ist ein High-End-System Pflicht. Headsets wie die HP Reverb G2 stellen klare Anforderungen. Eine dedizierte GTX 1080, ein Intel i7 und mindestens 16 GB RAM sind nötig. Zudem ist Vorsicht bei der Wahl des Betriebssystems geboten. Nur Windows 10 ab Version 20H2 oder Windows 11 bis Version 23H2 erfüllen die notwendigen Mindestvoraussetzungen für volle Kompatibilität. Neuere Versionen können dazu führen, dass WMR-Funktionen nicht mehr korrekt arbeiten.

Warum hybride Systeme die Zukunft des Gamings bestimmen

Hybrid-Headsets wie die kommende Meta Quest 4 verbinden kabellosen Komfort mit voller Desktop-Power. Damit laufen Games flüssig, ohne dass ein Kabelsalat stört. Gleichzeitig arbeitet Microsoft mit Windows 12 an neuen KI-Funktionen, die sich auf das Gaming auswirken werden. Spielerprofile sollen genutzt werden, um virtuelle Umgebungen automatisch anzupassen und das Erlebnis individueller zu gestalten.

Trotz dem Aus von Windows Mixed Reality bleibt SteamVR für Entwickler weiter relevant. Updates sorgen dafür, dass Inhalte geplant und weiterentwickelt werden können. Auf großen Events wie der Gamescom oder CES zeigt sich, dass Mixed Reality-Demos von Jahr zu Jahr zunehmen.