Gruppenrichtlinien Templates

Was sind Gruppenrichtlinien?

Wenn wir von Gruppenrichtlinienobjekten sprechen, dann ist darunter eine Sammlung von Benutzer- und Computerkonfigurationseinstellungen zu verstehen. Diese lassen sich lokal oder domänenweit einsetzen, z.B. auf Standorten, Domänen oder Organisationseinheiten. Anwendung finden diese nur auf Computer oder Benutzer. Gruppenrichtlinien sind additiv, das bedeutet, das die Einstellungen aller Richtlinien addiert angewendet werden.

Gruppenrichtlinien werden zum Steuern eingesetzt. Damit lassen sich Funktionen ein- oder ausschalten. Sicherheitseinstellungen lassen sich beeinflussen oder zentral vorgeben. Benutzer können in ihren Möglichkeiten eingeschränkt oder bevorzugt werden, indem ihnen mehr oder weniger Rechte auf ihrem System eingeräumt werden. Das Aussehen von Windows sowie das Verhalten von Office lässt sich individuell steuern. Skripte lassen sich beim Start oder Herunterfahren ausführen. Drucker können automatisch eingebunden werden. Dienste lassen sich konfigurieren indem das Startverhalten vorgegeben wird. Registry-Einstellungen lassen sich verändern, löschen oder hinzufügen. Die Möglichkeiten sind sehr weitreichend und wie das alles funktioniert werdet ihr in Kürze nach und nach in diesem Blog erfahren.

Gruppenrichtlinien werden beim Start eines Systems oder bei der Anmeldung verarbeitet, gefolgt von einer automatisierten Hintergrundaktualisierung die alle 90 Minuten + einer Abweichung von 30 Minuten ausgeführt wird. Die automatische Aktualisierung bei Domänencontrollern liegt bei 5 Minuten.

Umso weniger Gruppenrichtlinien vom System verarbeitet werden müssen umso besser ist die Performance. Aus diesem Grund sollten so viele Einstellungen wie nur möglich in ein Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) untergebracht werden. Das setzt natürlich ein sauberes Konzept voraus.

Gruppenrichtlinien wirken sobald die gesetzten oder veränderten Einstellungen mit OK innerhalb des Editors bestätigt wurden.