Grundschutz++ ist da – und damit der neue „Stand der Technik“
Warum der BSI-Methodikleitfaden die gesetzliche Messlatte für NIS2 verschiebt – und wie Sie sich ohne Zeitdruck aufstellen
Anfang April 2026 hat das BSI die erste Version des Leitfadens zur Methodik des Grundschutz++ (GSpp) veröffentlicht. Was nach bürokratischer Fortschreibung klingt, ist in Wahrheit ein Paradigmenwechsel: weg vom statischen PDF-Baustein, hin zu einem maschinenlesbaren, prozessorientierten Sicherheitsmanagement – und zugleich der vom Gesetzgeber geforderte „Stand der Technik“ für NIS2.
Warum das mehr ist als ein Update
Mit der NIS2-Umsetzungsverordnung ist das BSI verpflichtet, einen verbindlichen Stand der Technik zu definieren. Genau das leistet Grundschutz++. Für „wichtige“ und „besonders wichtige“ Einrichtungen ist das damit kein unverbindlicher Ratgeber mehr, sondern die regulatorische Messlatte. Die wichtigsten Eckpunkte:
So nutzen Sie die Übergangsphase
Die Zeit bis zur verbindlichen Auditierung ist Ihr Vorsprung – wenn Sie sie strukturiert nutzen:
- ✓ Status quo prüfen: Entspricht Ihre Architektur (Active Directory, Cloud-Identitäten) bereits einem modernen Tiering-Modell?
- ✓ Pilotieren statt migrieren: Modellieren Sie einen abgegrenzten Informationsverbund nach GSpp-Methodik – mit den OSCAL-Katalogen.
- ✓ Tooling digital aufsetzen: Neue Projekte nicht mehr in Excel/Word starten – das ist sonst technische Schuld ab Tag eins.
- ✓ Härtung vorziehen: Identitätsschutz und Infrastruktur-Härtung (AD-Tiering, Kerberos, Zertifikate) sind die Punkte, an denen GSpp am härtesten misst.
Grundschutz++ macht den Stand der Technik maschinenlesbar – und damit erstmals wirklich automatisierbar nachweisbar. Genau an dieser Stelle setzt das ISW-Tools an: der ISW OSCAL Katalog-Manager für die Arbeit mit den GSpp-Katalogen und die BSI-Referenzprüfung, für die strukturierte Umsetzung der Maßnahmen über die gesamte Übergangsphase.
Mehr zu den ISW-Tools unter isw-adtools.de.
